Rom Ende November? Wer kommt auf sowas? Das drohende Heilige Jahr 2025 mit einer Teuerungsrate von bis zu 80% ließ keine Wahl. Also richtete sich mein Lateinkurs Oberstufe auf Schmuddelwetter auf der via sacra ein. Aber Jupiter und Petrus hatten sich offenbar für uns verbrüdert; und so begleitete uns Sol über alle Tage und bei allem, was wir sahen und erlebten: einen Wahnsinns-Mix aus antikem und christlichem Rom, Renaissance und Barock, Romantik und (Post-)Moderne.
Von A wie Ara Pacis über O wie Ostia Antica bis V wie Vierströme-Brunnen haben wir insgesamt als „offizielles Programm“ 52 Stationen angesteuert. Aber dank Metro und da man praktisch an jeder Ecke über eine Sehenswürdigkeit stolpert, die von den meisten nicht mal wahrgenommen wird, war es am Ende stets ein Spaziergang. Leider ist Rom immer und sogar angesichts einer „Baustellen-Invasion“ vor dem Heiligen Jahr ein extrem teures Pflaster und die Flugpreise stehen dem inzwischen in nichts nach. Dass wir also so viel erleben und mithilfe von Video- und Audioguides auch dazulernen und (nicht nur) fürs Abitur vertiefen konnten, verdanken wir dem Schulverein. Vielen Dank, dass Sie uns das ermöglicht haben!
Nur die casa di Goethe hatte keinen Termin für uns frei. Aber wir können den Ausruf des Dichters, als er Rom nach einem Jahr in der ewigen Stadt verlassen musste, nun nachempfinden: „Nur hier bin ich Mensch!“
Die elf Latin-Lovers aus dem Oberstufenkurs von Frau Seeler
Einzelimpressionen der „Römer für eine Woche“ finden Sie hier: